„Johann Wewer Projekt: ABGEMUSTERT“

Wir stehen heute mittendrin in einer Vielfalt von sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen, die einer kritischen Reflexion bedürfen, Fragen der Ethik im Umgang mit Leid und Sterben, Nicht-Gebraucht-Werden als alterspflegebedürftige Person, als langzeitarbeitsloser oder chronisch kranker Mensch. Genau auf diese Fragen wollen wir gemeinsam Antworten entwickeln mit dem „Johann Wewer Projekt: ABGEMUSTERT“



Der Urenkel des NS-Opfers Johann Wewer erzählt die Geschichte über das Leben und den Tod des Protagonisten, seines Urgroßvaters. Er weckt dabei Emotionen und Empathie bei den Teilnehmenden der Veranstaltung auch durch die Vorstellung des Antagonisten, dem NS-Arzt Walther Kaldewey als behandelnder Arzt von Johann Wewer in der Nervenklinik Bremen.

Das „Johann Wewer Projekt: ABGEMUSTERT“ setzt sich mit einem Teil der Ideologie des Nationalsozialismus auseinander und wird zur Diskussion in die Veranstaltungsräume bundesweit gebracht.

Das Vorhaben will zum Thema NS-Gesundheitspolitik sensibilisieren und nimmt dabei die eigene Zivilgesellschaft in den Blick. NS-Gesundheitspolitik ist offensichtlich zwar kein Alltagsthema, NS-Gesundheitspolitik ist aber ein Thema was mitten in der Gesellschaft ist und weniger erstaunlich ist es, dass es aufgrund von der großen Schuld-Verdrängung insgesamt in der Nachkriegszeit und der Bonner Republik so wenig aufgearbeitet wurde. In den 1980er Jahren wurde es verstärkt von den Gedenkstätten für die Opfer der NS-Euthanasie aufgearbeitet aber nicht niederschwellig erreichbar direkt an die Ort gebracht wo Menschen sich zwecks Freizeitgestaltung aufhalten.

Das „Johann Wewer Projekt: ABGEMUSTERT“ erfüllt die im Artikel 30 der UN-BRK geforderte Teilhabe am kulturellen Leben. Zudem setzt das Projekt eine umfangreiche Barrierefreiheit um (vgl. Artikel 9 der UN-BRK) und fördert die Bewusstseinsbildung der Gesellschaft. (vgl. Artikel 8 der UN-BRK). 

Buchbar ab sofort: info@ungehindert.org

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